Humus ist von zentraler Bedeutung für die Qualität des Ackerbodens und für alle seine wichtigen Funktionen. Mit der Humusbilanz kann abgeschätzt werden, ob die Bewirtschaftung den Humusgehalt fördern oder erhalten kann oder ob ein Risiko für Humusverlust besteht.

Wie funktioniert sie?

In der Humusbilanz werden die Zufuhr und der Abbau von organischer Substanz verglichen. Der Abbau durch Humusmineralisierung wird unter Berücksichtigung von Tongehalt, pH-Wert und Hackfrucht- bzw. Kunstwieseanteil an der Fruchtfolge berechnet. Für die Zufuhr werden die Ernterückstände der angebauten Kulturen und Zwischenkulturen sowie die ausgebrachten organischen Dünger berücksichtig. Es werden nur die Parzellen mit Ackerfläche (inkl. Kunstwiesen) betrachtet. Als Auswertungsjahr gilt jeweils die Zeit von der Ernte der Vorkultur bis und mit Ernte der Hauptkultur. Als Ergebnis liegt jährlich eine Bilanz pro Parzelle sowie eine durchschnittliche Bilanz über alle Parzellen des Betriebes vor.

Wer kann sie verwenden?

Die Humusbilanz steht kostenlos für alle zur Verfügung. Die eingegebenen Daten werden im Konto des Benutzers gespeichert und sind ausschliesslich für ihn einsehbar. Der Benutzer kann seine Daten weiteren Personen (z.B. Berater/innen) zur Verfügung stellen. Zusätzlich können die Daten für Forschungszwecke freigegeben werden und damit zur Verbesserung der Humusbilanz-Berechnungsmethode beitragen.

Humusbilanz
Was steckt dahinter?

Die vorliegende Humusbilanz wurde von J.-A. Neyroud als Beratungshilfsmittel entwickelt und von der Agroscope für die Anwendung in Ökobilanzen (SALCA-SQ) weiterentwickelt. Sie kommt heute auch als Indikator im Agrarumweltmonitoring des Bundesamtes für Landwirtschaft zum Einsatz.